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Windows 10: Der Countdown läuft

Geschrieben von C. Schmitz am 19.07.16 um 6:30 Uhr • Artikel lesen

Bis zum 29. Juli 2016 bietet Microsoft das kostenlose Upgrade auf Windows 10 an. Schauen wir doch dem geschenkten Gaul mal ins Maul.
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Microsft bewirbt das Update mit der Agressivität einer Drückerkolone. Das sorgte nur selten für Erheiterung. So wurde beim lokalen TV-Sender KCCI, Iowa, der Moderatorin während der Wettervorhersage die Erinnerung an das Windows 10 Upgrade eingeblendet, siehe YouTube Video. Wenn die Dame dies auch noch mit "Don't do it!" kommentiert, sagt das einiges über den Ruf von Microsofts aktueller Marketing-Strategie aus.

Nach elf Monaten Windows 10 sind die Meinungen gespalten. Subjektiv scheinen die erfolgreichen und die fehlgeschlagenen Upgrade-Vorgänge die Waage zu halten. Probleme bereiten eher ältere PCs, bei denen die Treiberunterstützung oder Zusatzprogramme der Hersteller Schwierigkeiten bereiten. Generell sollte man für den produktiven Einsatz folgende Fragen berücksichtigen:

  • Werden alle Schnittstellen der einzelnen Computer unterstützt?
  • Sind Windows 10 Treiber (32-/64-bit) für alle angeschlossenen Geräte verfügbar?
  • Gelten Besonderheiten für den Einsatz im eigenen Netzwerk?
  • Haben die Hersteller der eingesetzten Programme ihre Software für Windows 10 ohne Einschränkungen freigegeben?

Wurde Windows 10 installiert, sollte man sich in der Systemsteuerung mit den umfangreichen Einstellungen für den Datenschutz auseinandersetzen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Selbst wenn man hier alles deaktiviert gibt es noch Telemetrie-Funktionen, die "nach Hause telefonieren". Inzwischen gab es für Windows 10 jedoch auch mehrere Updates, die besagte Datenschutz-Einstellungen wieder "auf Null" zurückgesetzt haben. Wurde da nur schlecht programmiert, oder ist es ein Schelm, der böses dabei denkt?! In geringerem Umfang sind solche Funktionen auch schon in älteren Windows-Versionen vorhanden. Gleichwohl könnte Microsoft über die monatlichen Updates auch Windows 7 und Windows 8.x "gesprächiger machen".

Wer nun doch Windows aus Datenschutzgründen mit Paranoia begegnet, dem bleibt eigentlich nur der Wechsel zu einem anderen Betriebssystem. Wie wär's mit Linux?

(Editiert am 26.07.2016)

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